WK Betreuung 2015

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Der diesjährige Wiederholungskurs der Betreuung fand vom 10. bis 13. März 2015 statt. Die Neuorganisation der Betreuer prägte diese Übung.

Zeitverschwendung, unorganisiert, Leerlauf.

Wenn jemand diese Wörter mit dem Zivilschutz in Verbindung bringt, hat er nicht den WK 2015 der zwei Betreuerzüge vom 10. bis 13. März 2015 besucht.

Tag 1

Ziel 1 (Neuanfang)
Der Wiederholungskurs (WK) 2015 startete pünktlich um 08.00 Uhr im KP Buchholz. Thema des ersten Teils lautete: „Neuorganisation der Betreuer und des WK“. Neu sind die Betreuer in Gruppen eingeteilt, welche von einem Gruppenführer geleitet werden. Diese Gruppen werden wiederum einem der zwei Züge zugeordnet. Nach diesem WK wusste jeder AdZS Betreu (Angehöriger des Zivilschutzes Betreuung) welcher Gruppe und welchem Zug er in Zukunft angehört.
Ziel 2a (Gruppe stärken)
Nach dieser radikalen Neuorganisation der Betreuer und definitiven Zuteilung ging es darum, dass die jeweiligen Gruppen als Team funktionieren und einander kennen lernen können. An verschiedenen Posten wurden in den Gruppen unterschiedliche teambildende Übungen gemacht. Nur wenn man einander kennt, kann man wirklich effektiv zusammenarbeiten.
Ziel 3a (Sehbehinderung)
Frau Marianne Moser hielt nach einer Pause einen spannenden Dialog über ihre Erfahrungen als Sehbehinderte. Eindrücklich schilderte Frau Moser konkrete Situationen, mit welchen sie sich tagtäglich auseinanderzusetzen hat. Immer wieder beantwortete sie dazwischen kompetent unzählige Fragen aus der Mannschaft.
Vielen Dank an dieser Stelle an Marianne Moser für ihr Engagement.
Ziel 3b (Sehbehinderung)
Nach den eindrücklichen und spannenden Schilderungen von Frau Moser leiteten die Gruppenführer den praktischen Teil zum Thema Sehbehinderungen. In den Stammgruppen wurden verschiedene Postenaufträge gelöst, bei welchen es darum ging, sowohl Erfahrungen als sehbehinderte Person zu machen als auch als Helfer. So wurden z.B. Treppen hoch- und runtergestiegen, etwas Essen zubereitet und einen Text mit einer Spezialbrille geschrieben.
Ziel 2b (Zug stärken)
Da vor allem in den Anfangsphasen eines „Ernstfalls“ noch nicht wirklich in den Stammgruppen gearbeitet werden kann,  ging es nach einem sehr guten Mittagessen darum, dass sich der Zug mit einem „Kennenlernbingo“ kennen lernt. Den Gesprächen nach zu beurteilen, welche während des „Kennenlernbingos“ entstanden sind, scheint auch dies gelungen zu sein.
Ziel 4a-d (Grundkompetenzen)
Im zweiten Teil des Nachmittags ging es darum, Schwächen und Stärken in den  „Grundkompetenzen“ der Betreuer zu entdecken und diese zu beseitigen oder zu stärken. In folgenden 4 Punkten führten die Gruppenführer fast auf die Minute vorbereitete theoretische und praktische Sequenzen durch:
  • Sammelstelle (einrichten, übernehmen, unterhalten, abbauen)
  • Betreuungsstelle (einrichten, übernehmen, unterhalten, abbauen)
  • Umgang mit Gehbehinderten
  • Umgang mit Altersdementen
Ziel 5 (Controlling des 1. Tages)
Zum Schluss des ersten WK-Tages wurde der Tag in zwei Teilen ausgewertet.
  1. Teil: Die Organisation des WK 2015
  2. Teil: Ein Controlling zu den vermittelten Inhalten
Wir können mit Stolz sagen, dass die Rückmeldungen zum 1. WK-Tag fast ausnahmslos positiv waren und auch die Ziele des 1. Tages vollumfänglich erreicht wurden.

2. Tag

Ziel 6 (Erste Hilfe)
Der zweite Tag begann nach dem Apell mit unserer Gastreferentin Therese Aebersold. Mit Frau Aebersold gelang es uns, eine Topspezialistin im Bereich „Erste Hilfe“ zu engagieren. Frau Aebersold gelang es eindrücklich den Bezug zwischen Theorie und Praxis durch ihre Erfahrungen, sei dies als ehemalige Instruktorin des Zivlischutzes oder aus ihren langjährigen Tätigkeiten im Samariterverein, zu machen. Nach diesem theoretischen und praktischen Teil wurde die Materie an verschiedenen Posten, welche wiederum von den Gruppenführern vorbereitet worden waren, praktisch vertieft und gefestigt.
Ziel 7 (Übung Finale)
Den Nachmittag könnte man im wahrsten Sinn des Wortes als „Feuerprobe“ betiteln. Anhand der Übung „Finale“ wurden alle in den zwei WK-Tagen erarbeiteten Themen möglichst realitätsnah getestet. Das Szenario sah einen Grossbrand in einem Wohngebäude mit zahlreichen Bewohnern vor. Der Zivilschutz musste die Sammelstelle übernehmen, die Evakuierten zur Betreuungsstelle begleiten und diese dort über einen gewissen Zeitraum betreuen. Es versteht sich von selbst, dass dabei natürlich noch das eine oder andere bereits erlernte Ereignis eintrat.
Ziel 8 (Auswertung des WK2015 Betreuer)
Nach dem WK ist vor dem WK. Zum Schluss unseres WK‘s füllte die Mannschaft zahlreiche Fragen aus. Ziel dabei war es, Stärken und Schwächen sowohl vom Ablauf als auch vom Wissen festzustellen, welche in die nächste WK-Planung einfliessen können.
Fazit
In meiner gesamten Karriere beim Zivilschutz habe ich noch nie so müde aber auch glückliche Gesichter gesehen. Schaut man die Rückmeldungen aus der Mannschaft an, können wir sagen, dass dies ein vollumfänglich gelungener WK war. Der Aufwand für das Kader war in diesem Jahr enorm und ich danke allen Zugführern, Gruppenführern und der Mannschaft für ihren hervorragenden Einsatz. Meiner Meinung nach sind wir auf gutem Weg, eine effektive Einsatztruppe für den Ernstfall und ein zuverlässiger Partner für die Partnerorganisationen zu werden. Seit diesem WK schlafe ich um einiges besser, da ich weiss, dass meine Familie im Ernstfall gut betreut wird und jeder in der Mannschaft weiss, was unsere Grundkompetenzen sind und was er zu tun hat.

Beenden möchte ich den Bericht mit dem folgenden Zitat:

Schwerer Anfang ist zehnmal heilsamer als leichter Anfang.
Jeremias Gotthelf (1797 - 1854)


Für die Betreuer

Oblt Arne Niklaus Müller
C Betreu


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