WK Kulturgüterschutz 2015

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Vom 18. bis 21. August 2015 standen die Angehörigen des Kulturgüterschutzes der ZSO Thun plus im WK-Einsatz.




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ie Ziele des WK waren:
  • Erstellung von KGS-Einsatzplanungen im Schloss Thun und Schloss Oberhofen
  • Ausbildung zum Umgang mit psychisch belastenden Situationen im Ereignisfall und im Alltag
  • Planung einer grösseren KGS Einsatzübung
  • Bau, Betrieb und Test einer Seilbahn zur Evakuierung von Büchern im Schloss Schadau

Abgesehen von Ausbildungs- und Übungsblöcken wurde der WK in drei Gruppen durchgeführt. Zu Beginn wurde aus der Mannschaft je ein Chef pro Gruppe bestimmt. Die Gruppenchefs waren während des ganzen WK zuständig für die Ausführung der Befehle des Kaders und die entsprechenden Rückmeldungen. Damit konnten einzelne KGS-Spezialisten Erfahrungen im Führen sammeln.

Tag 1

Nach der Begrüssung und Befehlsausgabe arbeitete Gruppe 1 im KP Buchholz am Konzept einer Einsatzübung, Gruppe 2 aktualisierte im Schloss Thun die KGS-Einsatzplanung und Gruppe 3 begann nach einer fachkundigen Führung des Schlosswartes mit der Aufnahme (Plan, Fotos und Vermassung) beweglicher Kulturgüter im Schloss Oberhofen.

Tag 2

Am Vormittag besuchten alle WK-Teilnehmer einen eigens für den WK organisierten Workshop des kantonalen CareTeams im Stadtratssaal. Im Rahmen eines Rollenspiels hatten wir die Gelegenheit, unsere Kommunikation in einer Krise zu üben. Einen evakuationsresistenten Bergbauern in einer von Murgängen bedrohten Gegend zum Mitkommen zu überzeugen, war eine sehr herausfordernde Aufgabe.

Im Schloss Schadau befindet sich unter anderem auch das Schweizerische Gastronomiemuseum, welches eine umfangreiche Sammlung an Büchern beherbergt. Wie wir im WK 2014 feststellen mussten, ist die Evakuierung der wertvollen Bestände sehr schwierig, da die Wendeltreppe zu eng ist, um Bücher in den Park hinunter zu tragen. Am Nachmittag hatten wir dank Hans Kelterborn die Gelegenheit, die im letzten WK angedachte Bücherseilbahn 1:1 aufzubauen, zu betreiben und gleichzeitig unsere Abläufe zu üben. Der Aufbau und Betrieb der Seilbahn funktionierte einwandfrei, bei der Priorisierung der zu evakuierenden Objekte sowie bei den internen Abläufen wurde aber noch Verbesserungspotenzial festgestellt.

Tag 3

Gruppe 1 hat die Übung Gastronomiemuseum Schloss Schadau in Bild und Schrift dokumentiert. Das Ergebnis ist ein Dokument, das dem Kader nun zur weiteren Planung zur Verfügung steht. Die Einsatzplanung Schloss Thun konnte von Gruppe 2 abgeschlossen, ausgedruckt und abgelegt werden. Im Anschluss hatte die Gruppe den Auftrag, die A, B und C Objekte anhand des Bauinventars der Stadt Thun zu dokumentieren. Selbst das Rätsel Steinhaufen konnte endlich gelöst werden. Gruppe 3 arbeitete weiter an der Dokumentation im Schloss Oberhofen.  Die Sammlung stellte sich als so umfangreich heraus, dass die Einsatzdokumentation im nächsten WK fortgeführt werden muss.

Tag 4

Als Vorgeschmack auf die Sammlung der Armee, die uns wohl in den nächsten Jahren beschäftigen wird, besuchten die WK-Teilnehmer die Festung Waldbrand in Beatenberg. Am Nachmittag hatten alle Gruppen den Auftrag, WK-Berichte zu verfassen, die erstellten Dokumente abzulegen sowie Arbeitsstand und Pendenzen zu protokollieren. Im Anschluss einer überwiegend positiven Feedbackrunde wurden die Teilnehmer von Lt Michael Franceschina entlassen.

Der Mannschaft danke ich für die grosse Einsatzbereitschaft, für die hervorragende Teamarbeit in den Gruppen und im Plenum, für die rasche Integration der neu zu uns gestossenen KGS-Spez und auch für die zu meiner vollen Zufriedenheit geleisteten Arbeiten. Dem Kader bin ich für die tatkräftige Unterstützung bei der Organisation, für die Unterstützung während des WK sowie die stets vorbildliche und korrekte Führung dankbar.

Oblt Mike Gassner
C KGS


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